JensDiemer

Wie man nicht für die Vorratsdatenspeicherung argumentiert

Schöne Zusammenfassung zum Thema "Vorratsdatenspeicherung" gibt "Sacha Lobo" in seinem Blog Eintrag "Wie man nicht für die Vorratsdatenspeicherung argumentiert":

Ganz unter uns: Für mich ist die Vorratsdatenspeicherung eine rote Linie, gegen deren Überschreitung ich immer kämpfen werde. Aber ich verstehe zunehmend, weshalb selbst intelligente, nicht-lobbygetriebene Leute für die Vorratsdatenspeicherung sind. Das ist der politische Ausdruck einer immensen Hilflosigkeit gegenüber der digitalen Sphäre. Es ist die Aufrechterhaltung der Hoffnung auf eine einfache Lösung für komplexe, digitale Probleme. Es ist eine Form von Sicherheitsesoterik und Datenaberglauben, die viele Behörden mit anfachen: Wenn man nur genug speichert und überwacht, kriegt man die gesellschaftlichen Probleme in der Griff. Das ist leider ein bitterer Trugschluss. In vielen Punkten gleicht die Vorratsdatenspeicherung damit dem Leistungsschutzrecht: man hätte so, so, so gern, dass ein Gesetzlein samt passendem Algorithmus ausreicht, und dann ist irgendwie auf wundersame Weise alles wieder gut, was vermeintlich das Internet irgendwie in Unordnung gebracht hat.

Der gesamte Blogpost ist IMHO sehr lesenswert. Dazu auch noch der Kommentar von Mathias:

Sehr gut gesagt… aber kann man das auch in weniger als 10 worten sagen? So für BILD-leser? Geht nicht? eben. genau da liegt ein Teil des problems.